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Reiseinformationen zum Urlaubsland Spanien

Die parlamentarische Monarchie Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Europa. Sie nimmt den weitaus größten Teil der Iberischen Halbinsel ein. Hinzu kommen unter anderem die im Mittelmeer gelegene Inselgruppe der Balearen, die Kanarischen Inseln, die vor der Nordwestküste Afrikas liegen und die Überseebesitzungen Ceuta und Melilla an der marokkanischen Küste. Hauptstadt ist Madrid. Seit 1975 ist König Juan Carlos I. das Staatsoberhaupt des Landes. Anfang 2002 löste der Euro den Peseta als Währung ab. Von den Sprachen  ist Spanisch (Kastilisch) am weitesten verbreitet, regional sind auch andere Sprachen (z.B. Baskisch, Galicisch, Katalanisch) in Gebrauch.
Mehr als zwei Drittel der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Hier sind besonders die Mittelmeerküste und das andalusische Binnenland zu nennen, wo insbesondere Gemüse und Zitrusfrüchte angebaut werden.
Als Hauptreisezeiten sind der Frühling und der Herbst zu empfehlen. Wer den eher feuchten Nordwesten und den Norden bereisen möchte, sollte besser im Hochsommer fahren oder fliegen. Auf den Kanaren ist ganzjährig Saison.
Die Mittelmeerküsten Spaniens sind nach ihrer jeweiligen Eigenart benannt. Es sind (von Nord nach Süd): Costa Brava (wilde Küste), Costa Dorata (Goldküste), Costa del Azahar ( Orangenblütenküste), Costa Blanca (Weiße Küste) und Costa del Sol (Sonnenküste).

Madrid

Die Hauptstadt Spaniens liegt fast in der Mitte der Iberischen Halbinsel auf der kastilischen Hochebene. Ihre Entstehung geht auf das 9./ 10. Jh. zurück. Unter Philipp II (1556-98) wurde Madrid zur Hauptstadt, der Ausbau zu einer repräsentativen Stadt begann jedoch erst unter Karl III. (1759-88). Nach dem Tod Francos (1975) entwickelte sich die vorher eher provinzielle Stadt zu einer Metropole.

Barcelona

An der Mittelmeerküste gelegen, ist Barcelona für viele Urlauber aus Nord- und Mitteleuropa schon der Inbegriff der südlichen, mediterranen Stadt. Spanier sehen das natürlich etwas differenzierter. Die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Katalonien ist kultureller Mittelpunkt der Region und eines der führenden Industriezentren Spaniens. Kulturinteressierte Urlauber werden vielleicht das gotische Viertel besichtigen, sicher aber eines der Bauwerke von Antonio Gaudí, das Wahrzeichen Barcelonas etwa, die „Sagrada Familia“ oder den Parque Güell mit zahlreichen Skulpturen und Keramikmosaiken. Unter den Museen locken unter anderem das Museu Joan Miró und das Museu Picasso.

Santiago de Compostela

Santiago de Compostela ist die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft Galicien. Die im Nordwesten Spaniens gelegene Stadt ist von atlantisch-feuchtem Klima mit milden Wintern und nicht allzu heißen Sommern geprägt. Ihren Namen verdankt die Stadt einer Legende, nach welcher dort um 830 die Gebeine des Apostels Jakobus d. Ä. gefunden wurden. Dadurch entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Pilgerort. Tausende von Pilgern machten sich auf den Weg und wanderten aus Mitteleuropa über Frankreich bis zum Grab des hl. Jakob. Die Pilgerbewegung endete zunächst mit dem Verlust der Reliquien im 16. Jh.,  lebte nach ihrer Wiederentdeckung im 19. Jh. jedoch wieder auf.

Andalusien

Der Süden Spaniens gehört aufgrund seines maurischen Erbes zu den kulturell besonders interessanten Ecken Spaniens. In Granada kann man beispielsweise die Alhambra besichtigen. Aus rötlichem Stein gebaut, thront sie, gleichsam Festung und Schloß auf einem Hügel über der Stadt. Der Palast ist der berühmteste arabische Bau Spaniens und wurde im 13./14. Jh errichtet.
Andalusien ist eine sehr heiße und trockene Region. Im Sommer können durchaus Temperaturen von über 40° C erreicht werden. Da ist es hilfreich, wenn das spanische Hotel eine gute Bewertung und eine Klimaanlage beitzt

Die Balearen

Die Inselgruppe, zu der unter anderem Mallorca, Menorca und Ibiza gehören, liegt im westlichen Mittelmeer. Warme und trockene Sommer, zahlreiche Badestrände sowie landschaftliche Schönheit haben dafür gesorgt, dass der Tourismus auf den Balearen zum wichtigsten Wirtschaftszweig geworden ist. Mallorca ist von den Balearen am meisten vom Massentourismus geprägt, aber auch hier findet man im inneren der Insel noch idyllische Plätze.

Die Kanarischen Inseln (Fuerteventura, Gomera, Gran Canaria, Lanzarote, Teneriffa und andere)
Die Entstehung der Kanarischen Inseln ist auf vulkanische Vorgänge zurückzuführen, was man der Landschaft insbesondere auf Lanzarote und La Palma auch ansieht. Neben dem Tourismus spielt auch der Anbau von Bananen wirtschaftlich eine Rolle. Auf Teneriffa steht der höchste Berg Spaniens, der Vulkan Pico de Teide, der 3718m hoch ist.
/sbr