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Pizza, Pasta, Sonne und Sehenswürdigkeiten - Reise Infos zu Italien.

Die Italienische Republik erstreckt sich zwischen 42 und 50 Grad Nord und 12 und 50 Grad Ost in Südeuropa auf der Apennin-Halbinsel ins zentrale Mittelmeer und verfügt über eine Fläche von 301.336 qkm. Die Form des Landes erinnert an die eines Stiefels. San Marino und die Vatikanstadt bilden zwei Enklaven im Staatsgebiet. Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba. Das Land ist in 20 Regionen mit 108 Provinzen gegliedert, die wiederum von Gemeinden gebildet werden. Aosta, Venetien, Sardinien, Sizilien und Trentino-Südtirol verfügen über einen autonomen Sonderstatus. Die Bevölkerungszahl beträgt etwa 58,75 Millionen, davon 2,4 Mio. Ausländer. Die Amtssprachen sind italienisch und regional auch deutsch, ladinisch (Südtirol) und französisch (Aostatal). Im Friaul wird noch slowenisch gesprochen. Die Bevölkerung ist ganz überwiegend römisch-katholisch, es gibt über 1 Million Muslime, aber nur etwa 50.000 Protestanten. Die römisch-katholische Kirche übt auch heute noch einen starken Einfluss auf die Sozialstruktur aus und spielt eine wichtige Rolle. Der Familienzusammenhalt ist noch immer besonders stark ausgeprägt. Hauptstadt ist Rom mit ca. 2,65 Millionen Einwohnern. Weitere bedeutende Städte sind Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo. Rund 67% der Bevölkerung leben in Städten. Zahlungsmittel ist der Euro, Autokennzeichen I, Telefonvorwahl +39 und Internet-Kennung .it
Die Unabhängigkeit erlangte der Staat nach der italienischen Einigung im Jahre 1870, die Republik wurde 1946 als parlamentarische Demokratie mit Zweikammersystem gegründet. Staatsoberhaupt ist der Präsident der Italienischen Republik, Regierungschef der Ministerpräsident. Die Abgeordnetenkammer hat 630 Sitze und wird auf jeweils fünf Jahre durch Verhältniswahl gewählt, der Senat besteht aus 315 gewählten und zurzeit 7 Lebenszeitsenatoren, die auf regionaler Basis gewählt werden. Der Statt ist unter anderem Mitglied der UNO, der EU, der NATO, der OSZE und des IWF und gehört zu den G8, der Gruppe der acht wichtigsten Industriestaaten. Italien ist schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und war Teil und Zentrum des Römischen Reiches. Der Einfall der Goten zersplitterte das Land in viele kleine Einzelstaaten, die erst Mitte des 19. Jahrhunderts unter Garibaldi zum Königreich Italien vereinigt wurden.
Im Norden finden wir mitteleuropäisches Klima bis hin zu alpinem Klima in den Alpen (Mont Blanc de Courmayeur 4.748 m) und im Apennin, in der Mitte und im sehr heißen und trockenen Süden herrscht mediterranes Klima. Nur in den Alpenregionen im Norden des Landes ist es im Winter wirklich kalt, doch je weiter man nach Süden kommt, trifft man schon bald auf Zitrusfrüchte und Oliven. Aufgrund der abwechslungsreichen Landschaften und unterschiedlichen Klimazonen sind Flora und Fauna sehr vielfältig. Mehr als 3.000 Jahre gibt es schon eine bedeutende Weinbautradition und Italien gehört noch immer zu den größten Weinproduzenten weltweit. Die italienische Küche ist eine Welt für sich, die es zu entdecken gilt. Neben der Küche ist Italien bekannt für seine Mode- und Designerartikel, für Bekleidungs- und Autoindustrie, aber auch für Architektur, Fußball, Forschung, Kunst, Musik und Film. Die italienische Wirtschaft ist die sechstgrößte der Welt und mit Frankreich und Großbritannien vergleichbar. Viele beliebte Touristenziele haben sich im Laufe der Jahrzehnte etabliert, in den Gebirgszügen ebenso wie an der Ostküste, der Adria, und der Westküste, der italienischen Riviera und dem Golf von Neapel. Besonderer Beliebtheit bei vielen Italienreisenden erfreut sich die Toskana mit ihren an Kunstschätzen reichen Städten. Bedeutende italienische Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber, die größten Seen sind der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See. Gleich drei berühmte Vulkane findet man in Italien: den Vesuv auf dem Festland, den Ätna auf Sizilien und den Stromboli auf der gleichnamigen Insel.
/Roland Böhme